Blutspenden:

Bluttransfusionen haben hat in den vergangenen Jahren in der Tiermedizin immer mehr an Bedeutung gewonnen. Bluttransfusionen können lebensrettend sein. Wir wenden sie zum Beispiel bei starkem Blutverlust (z. B. Milz-/Leberriss nach einem Unfall), eine Blutgerinnungsstörung (z. B. bei einer Rattengiftvergiftung oder bei autoimmunen Erkrankungen (z.B. Zerfall der roten Blutkörperchen bei Befall mit durch Zecken übertragenen Blutparasiten) an.

Ein Hund, der Blut spendet, kann einem anderen Vierbeiner vielleicht damit das Leben retten! Patientenbesitzer, die ihr Tier für eine Blutspende zur Verfügung stellen, leisten somit einen großen Akt der Tierliebe. Für den Spender besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Die entnommene Blutmenge kann vom Organismus schnell wieder ausgeglichen werden. Für die Blutentnahme werden sterile Einmalsysteme verwendet, somit wird eine Übertragung von Erkrankungen auf den Spender ausgeschlossen. Damit auch der Blutempfänger nicht gefährdet wird, erfolgt vor jeder Blutspende eine kostenlose tierärztliche Untersuchung Ihres Hundes; auch wird die Blutgruppe Ihres Tieres bestimmt, und Sie erhalten einen persönlichen Blutspendeausweis für Ihren Liebling. Als zusätzliches kleines Dankeschön möchten wir alle Hunde, die mindestens 3 Mal im Jahr Blut spenden, kostenlos gegen Tollwut, Staupe, Leptospirose, ansteckende Leberentzündung, Parvovirose und Zwingerhusten impfen.

Folgende Voraussetzungen muss Ihr Hund erfüllen, damit er ohne Gefahr für sich oder das Empfängertier Blut spenden kann:

  • 1 - 8 Jahre alt
  • Körpergewicht von mindestens 20 kg
  • ruhiges Temperament
  • gesund, regelmäßig geimpft und entwurmt
  • zum Zeitpunkt der Blutspende ohne Medikamente und nicht läufig
  • hat nie selbst eine Bluttransfusion erhalten
  • war nie im Ausland
  • sie jünger als 8 Jahre alt ist
  • keine bekannten Grunderkrankungen vorliegen
  • sie negativ auf die Infektionskrankheiten FIV/FeLV getestet wurde

Ihr Hund/Katze kann 2-4 mal jährlich Blut spenden. Beim Hund erfolgt die Blutentnahme im wachen Zustand, Katzen müssen in der Regel sediert werden.

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